von Andreas Fischer und Britta Pawlak - 10.07.2007
Am vergangenen Wochenende war es soweit: Das Ergebnis der weltweiten Abstimmung über die "sieben neuen Weltwunder" wurde bekannt gegeben. Zahlreiche Bauwerke aus aller Welt standen zur Wahl - unter den letzten 20 waren auch das bayerische Schloss Neuschwanstein und die amerikanische Freiheitsstatue. Die Online-Abstimmung wurde von einigen Seiten kritisiert. Gewählt wurden unter anderem die Chinesische Mauer, das Kolosseum in Rom und die Inka-Ruinenstadt Machu Picchu. Hier stellen wir dir alle "neuen Weltwunder" vor.
Als "Weltwunder" werden Bauwerke oder Städte angesehen, die so außergewöhnlich und eindrucksvoll sind, dass es fast wie ein Wunder erscheint, dass sie einst von Menschen erbaut wurden. Von den eigentlichen Sieben Weltwundern existiert nur noch eines: die Pyramiden von Gizeh. Deshalb kam der Schweizer Bernard Weber auf die Idee einer Online-Abstimmung über die "neuen Weltwunder". Insgesamt haben sich über 70 Millionen Menschen daran beteiligt. Am Samstag wurden die "Gewinner" dann in Lissabon bekannt gegeben.
Kritisiert wurde vor allem, dass die Abstimmung per Telefon und SMS nicht frei war, sondern Geld kostete. Die Organisation Unesco bemängelte, dass nicht auch wissenschaftliche Aspekte berücksichtigt wurden, sondern es sich um eine private Kampagne handelte. Außerdem konnten nur Menschen mit Zugang zu Kommunikationsmedien - wie Telefon oder Computer mit Internetanschluss - teilnehmen. Im Vorfeld wurde viel Werbung für das eine oder andere Baudenkmal gemacht, um mehr Stimmen zu erlangen. Denn von einem "neuen Weltwunder" können einige Länder wirtschaftlich profitieren.
Durch "neue Weltwunder" mehr Touristen erwartet
So freut sich jetzt Jordanien, dass die Felsenstadt Petra zu den neuen Weltwundern gehört und deshalb mehr Reisende anlockt, während China etwas unschlüssig über die Wahl der Chinesischen Mauer ist. Es wird nämlich befürchtet, dass die langsam bröckelnde Befestigungsanlage durch noch mehr Touristen weiter zerstört werden könnte.
Die Akropolis in Athen war zwar einer der Favoriten, konnte sich in der Endrunde aber nicht durchsetzen. Der griechische Kulturminister Georgios Voulgarakis nahm die Abstimmung nicht allzu ernst und betonte, dass Kulturschätze nicht wie bei einem Casting-Wettbewerb "auf dem Laufsteg" präsentiert werden sollten.
Gewonnen haben schließlich die Chinesische Mauer, das Kolosseum in Rom, die Erlöser-Statue Christi in Rio de Janeiro, die Inka-Ruinenstadt Machu Picchu in Peru, die mexikanische Ruinenstätte Chichén Itzá, die Felsenstadt Petra in Jordanien und der Taj-Mahal-Tempel in Indien.
So skeptisch man einer solchen Abstimmung gegenüber steht - auf jeden Fall sind die "auserwählten Bauten" ebenso interessant wie faszinierend. Einige der Baudenkmäler haben wir dir bereits in unserem Artikel "Die vergessenen Weltwunder" vorgestellt, der unten verlinkt ist. In unserer Bildergalerie kannst du dir nun alle "sieben neuen Weltwunder" nacheinander ansehen und eine Beschreibung dazu lesen:
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